Welche Kamera ist die „Beste“

Die „beste & perfekteste“ Kamera!?

Gibt es eine perfekte Kamera? Diese Frage kann man eindeutig mit „Nein“ beantworten. Jeder Anwender muss sich an den eigenen Bedürfnissen orientieren. Daher solltest Du dich nicht nur an den Testberichten der Fotomagazine und -foren orientieren.

Viele aktuelle Kameras bieten heute eine mehr als ausreichende Bildqualität für viele Anwendungen. Vor allem bei den gängigsten Bildgrößen (9×13 – 13×18) und bei der Betrachtung am Fernseher oder Beamer sollte die Bildqualität der meisten Markenkameras ausreichen. Sicher, Eigenschaften wie das Rauschverhalten der Kamera sind von Bedeutung. Qualitätskriterien wie diese sollten Beachtung finden, doch ist es zunächst wichtig, sich über fast trivial erscheinende Eigenschaften wie Größe und Gewicht Gedanken zu machen. Denke daran, nicht nur die Bildqualität, die häufig erst bei größeren Abzügen sichtbar wird, auch die Handhabung und die Kompaktheit der Kamera kann für Dich persönlich im Vordergrund stehen.

Auch Kriterien wie Brennweitenbereich (optischer Zoom), schwenkbarer Monitor, Robustheit, Energieversorgung oder auch die Ausbaufähigkeit des Gesamtsystems können bei der Wahl einer digitalen Kamera für Dich im Vordergrund stehen.

Die Bildqualität einer Digitalkamera ist vor allem von folgenden Punkten abhängig:

Objektiv

Kameraelektronik

Sensortechnik CCD oder C-MOS

Wie bereits angedeutet ist die Bildqualität einer digitalen Kamera nicht nur von der  Auflösung (Pixelzahl) abhängig. Weitere wichtige Aspekte sind z. B. Objektivqualität, Sensorgröße, Rauschverhalten (vor allem wichtig bei schlechten Lichtverhältnissen), Dynamikbereich, Farbdarstellung … Ein Sensor kann nur das aufzeichnen, was durch das Objektiv kommt. Dies bedeutet, dass bei schlechter Objektivqualität auch eine noch so hohe Sensorauflösung keinen Qualitätsgewinn bringt. Hier gilt, dass eine Kamera nur so gut ist wie das schwächste verwendete Element. Diese Kameraeigenschaften finden sich nicht in den technischen Daten der Kamera, die ihnen der Hersteller zur Verfügung stellt.

Um weitere Informationen darüber zu erhalten, solltest Du Tests und Erfahrungen anderer Anwender über das entsprechende Produkt nicht außer Acht lassen.

Hier eine kurze Zusammenfassung der wesentlicher Merkmale beim Kauf einer neuen Kamera:

Größe

Gewicht

Bildqualität / Art der Bildpräsentation (Papierabzüge, Computerdarstellung,       Internet, Beamer, Größe der Darstellung)

Geschwindigkeit

Brennweitenbereich

Bildstabilisator

Monitor (schwenkbar, Größe)

Optischer oder digitaler Sucher

Mechanischer Zoom oder motorgetriebener Zoom

Energieversorgung

Robustheit (Wasserdicht? Trittsicher? Stoßfest?)

Ausbaufähigkeit (Fernauslöser, Blitzsystem, Objektive und Konverter)

Handhabung / Bedienung

Gesichtserkennungstechniken, z. B. „Smile Shot“, erleichtern bei Aufnahmen von Personen die Fokussierung

Anschlüsse (HDTV Anschluss, HDMI, PictBridge, WLAN-Übertragung … )

Videofunktion (Videoauflösung,  Anzahl der Bilder pro Sekunde [frames per second], Tonqualität, Zoommöglichkeit während der Aufnahme … )

 

Fragen, die Du dir vor dem Kamerakauf stellen solltest

Wie groß und schwer darf die Kamera sein?

Die beste Kamera ist die, welche Sie dabei haben (Größe? Gewicht?). Ein Spitzenmodell, das wegen seiner Größe zuhause in der Schublade liegt, bringt in diesem Fall recht wenig. Lasse Dich nicht verleiten, eine Kamera zu kaufen, die dir von Anfang an zu schwer und groß ist.

            Kann eine einzelne Kamera meine fotografischen Ansprüche erfüllen?

Häufig liegen die verschiedenen Ansprüche an eine Kamera im Widerspruch zueinander (z. B. möglichst klein und dennoch höchste Lichtstärke und geringes Rauschen auch bei hohen ISO-Zahlen) Eine Kamera die ALLES abdeckt gibt es nicht! Häufig ist es besser, sich mehrere Modelle, die für die jeweiligen Anwendungsgebiete optimiert sind, zuzulegen. Eventuell bist auch du gut beraten dir zwei Kameras zuzulegen. Eine kompakte Digitalkamera zum immer Dabeihaben und eine SLR-Kamera für Deine anspruchsvollen künstlerischen Ansprüche. Wobei Heut zu Tage die eingebauten Kameras im Natel schon so „gut“ sind, dass sich eine zweite kleine Kompakt-Kamera erübrigt.

            Willst du Fotos bei schlechten Lichtbedingungen machen?

Wenn für Dich Nachtaufnahmen oder Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen im Vordergrund stehen, solltest Du dich für eine digitale Spiegelreflexkamera entscheiden. Diese haben aufgrund ihres größeren Sensors Vorteile gegenüber den meisten kompakten Digitalkameras.

            Willst Du Sportaufnahmen machen?

Sportaufnahmen erfordern meist Kameras, die schnelle Bildfolgen (Serienbilder) schaffen, einen schnellen Autofokus besitzen und im besten Fall zudem über ein lichtstarkes Objektiv mit entsprechender Brennweite verfügt (Tele-Objektive).

            Willst Du Kinder fotografieren?

Fotos von spielenden, herumtobenden Kindern stellen viele Kameras vor große Herausforderungen. Auch hierbei sind ein schneller Autofokus und evtl. ein schneller Serienbildmodus von Vorteil. Die Auslöseverzögerung sollte so kurz wie möglich sein: Hierbei würde jedoch häufig schon die richtige Verwendung der Kamera mit der entsprechenden Vorfokussierung vor der Aufnahme weiterhelfen.

            Willst Du Tiere fotografieren?

In diesen Fällen ist es wichtig, sich im Vorfeld über die Distanz zum Motiv Gedanken zu machen. Eine leistungsfähige Tele-Brennweite (wichtig ist hierbei das optische Zoom – digitaler Zoom geht auf Kosten der Bildqualität) ist in diesem Fall häufig ein wesentliches Ausstattungsmerkmal.

            Willst du Porträts mit geringer Schärfentiefe machen?

Wenn eine geringe Schärfentiefe z. B. bei Porträtaufnahmen gewünscht ist, so sind Kameras mit größeren Sensoren und lichtstarke Objektive mit einem Brennweitenbereich zwischen 60 und 100mm vorzuziehen. Kompakte Digitalkameras besitzen aufgrund ihrer geringen Größe meist einen sehr kleinen Sensor. Der Crop-Faktor führt dazu, dass für die Objektive in den kompakten Kameras deutlich kürzere Brennweiten haben müssen, um auf eine vergleichbare kleinbildäquivalente Brennweite zu kommen. Dies führt dazu, dass diese Kameras bei vergleichbaren kleinbildäquivalenten Brennweiten und gleicher Blende eine deutlich größere Schärfentiefe als Kameras mit größeren Sensoren aufweisen.

            Wie willst du die Bilder nutzen. Wie groß sollen die Abzüge bzw. Prints werden?

Je größer die Bilder werden sollen, desto wichtiger ist die Bildqualität der Kamera. Wenn Sie Bildgrößen größer als 20x30cm in hoher Qualität anfertigen wollen, solltest Du diesem Kriterium größere Aufmerksamkeit schenken.

            Bist Du evtl. in deiner Bewegung eingeschränkt?

In diesen Fällen kann ein schwenkbares Display von Vorteil sein. So kannst du in verschiedene Perspektiven Aufnahmen machen, ohne eine Leiter mit herum tragen zu müssen, z. B. wenn sich zwischen Fotografen und dem Hauptmotiv eine Menschenmenge befindet und die Kamera in die Höhe gehalten werden muss.

@ 2016 Spörri Photography, Designed by Urs Spörri
Up